Birkenweg 26, 39175 Biederitz

Die Weste bleibt weiß - 23:22 in Dessau

Mit einem hauchdünnen 23:22 (13:12)- Erfolg bei der SG Kühnau haben die Oberligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz ihre weiße Weste auch nach dem siebten Spieltag wahren können und grüßen somit weiterhin von der Tabellenspitze. Bennet Daßler war mit sieben Toren einmal mehr bester Schütze beim Sieger.

Der Helloweenabend begann jedoch für die Gäste, die auf Moritz Steinweg und Sean Burgold verzichten mussten, vor 100 Zuschauern eher grußelig. Nach sechs Minuten stand eine 5:1- Führung für die SG auf der Anzeigetafel. „Wir haben recht lange die Herangehensweise des Gastgebers studiert, wobei die Kühnauer auch wie die Feuerwehr losgelegt haben und uns anfangs auch deren Kreisläufer einige Schwierigkeiten bereitet hatte", erinnerte sich der Biederitzer Co- Trainer Andre Freistedt im Nachgang. Dem Hinterherlaufen bereitete schließlich Lukas Hesse mit dem 10:10- Ausgleich nach 25 Minuten ein Ende, ehe kurze Zeit später Till Schneider sogar die erstmalige Führung der Gäste erzielen konnte. Bis zum Seitenwechsel legten die Gastgeber zweimal zum 12:12 nach, ehe wiederum Hesse den 13:12- Pausenstand erzielen konnte. „Sie wollten uns schon zeigen, wer der Hausherr ist. Aber wir konnten uns aklimatisieren und haben dann in unseren Rhythmus gefunden", fand Chefcoach Dirk Hesse in der Kabine lobende Worte, ohne aber darauf hinzuweisen, dass die Abwehr der Schlüssel zum Erfolg sein würde.

Nach dem Wiederbeginn legte Kapitän Max Held zum 14:12 nach, ehe die Treffer von Bennet Daßler und Felix Eix nach 37 Minuten erstmals eine Dreitoreführung (16:13) für die Gäste darstellten. Im weiteren Verlauf war das Dreitorepolster sowohl beim 19:16 (45.) als auch beim 22:19 (52.) präsent, doch die spielstarken und gut eingestellten Kühnauer schlossen besonders mit ihrer starken linken Angriffsseite wiederholt auf. So kam es nach 54 Minuten zum 21:22- Anschlusstreffer des stets auf Augenhöhe agierenden Gastgebers, den jedoch Max Held mit dem 23:21 kontern konnte. Das Prunkstück Abwehr inklusive Torhüter war es dann besonders in der hektischen Schlussphase, die der SG drei Minuten vor Ultimo lediglich noch 22:23- Anschlusstreffer gestattete. „In Sachen Vorteilsauslegung hatten wir final zwar noch Glück, obwohl es uns diesbezüglich in der gesamten Partie gleich fünfmal erwischt hat", dachte Freistedt an den vermeindlichen 23:23- Ausgleich der SG, dem jedoch 15 Sekunden vor der Schlusssirene der Pfiff zuvorkam. So überstanden die Gäste schließlich auch den letzten Angriffsversuch der Gastgeber von der Rechtsaußenposition, da der solide zu Werke gehende Biederitzer Schlussmann Joey Chandler Witte parieren konnte.

So wurde der Abpfiff naturgemäß von den Gästen bejubelt, leider allerdings auch von unschönen Aktionen einiger Zuschauer, die auf das Spielfeld stürmten, begleitet. „Da waren schon das gesamte Spiel über wenig geistreiche Zwischenrufe gegenüber unseren Aktiven zu hören", mahnte Freistedt später an.

„Zwei wohl gleichstarke Teams, wobei wir es aufgrund der nur 16 Gegentreffer aus dem Feld heraus ziehen konnten", zeigte sich Gästetrainer Dirk Hesse wie auch seine erneut vorbildlich kämpfende Mannschaft vom unschönen „Nachspiel" unbeeindruckt.

Kühnau: Bachmann - Kwoczalla (5), Kutzer (3), Fritze, Pech, Gabbert, Schilling (2), Lingner (3), Kilian, Reppmann (1), Hellwege, Oehme, Hoyer (6), Vodotinski 

Biederitz: Witte, M. Wohl - Urban (2), Daßler (7/2), Kinast, Hesse (2), Beres, Held (3), Schneider (3), P. Wohl, Hammecke (4), Exner, Eix (2)

Zeitstrafen: Kühnau 3, Biederitz 4

Siebenmeter: Kühnau 6/6, Biederitz 3/2

 

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