Birkenweg 26, 39175 Biederitz

Der GHC gewinnt knapp das Derby/Protest angekündigt

Der Güsener HC hat das Derby in der Bezirksoberliga der Frauen denkbar knapp mit 28:27 (12:15) gewonnen und damit die Tabellenspitze übernommen. Die Gäste aus Biederitz legten jedoch unmittelbar nach Spielende Protest gegen den Ausgang der Partie ein.

„Wir wurden hier heute um die Chance betrogen, den Siegtreffer der Güsener zu verhindern", brachte es der Biederitzer Trainer Uwe Werkmeister nach dem Abpfiff der Schiedsrichter Beneke/Milbrodt auf den Punkt. Der Schlüsselmoment spielte sich in den Schlusssekunden en ab, in denen die Gastgeber beim Stand von 27:27 ihre Auszeit nahmen und die Hallenuhr noch zehn Sekunden Spielzeit anzeigte. „Die Info, dass es sogar noch 13 Sekunden sind, ist bei uns an der Bank aber nie angekommen", erklärte der Biederitzer Coach, der naturgemäß seine Schützlinge taktisch auf die lediglich verbleibenen zehn Sekunden einstellte. Dass die zuvor gegebene Zeitstrafe gegen die Gäste mehr als zweifelhaft daher kam, begründete Werkmeister, dem bei einem gewünschten Gedankenaustausch mit den Unpaarteiischen zudem mit einem Bericht gedroht wurde, wie folgt: „Die wenig souveränen Schiedsrichter haben bewusst Einfluß auf den Spielausgang nehmen wollen", meinte Werkmeister, nachdem er dem Güsener HC fair zum Sieg gratuliert hatte. Dass die Gäste bei der Begrüßung im Mittelkreis von den Schiris als SV Irxleben begrüßt wurden und es weitere gravierende fehlerhafte Entscheidungen gab, sei hier nur am Rande erwähnt.

Die Gäste erwischten in der Elbe- Havel- Sporthalle von Güsen einen Start nach Maß und hatten nach 17 Minuten eine 11:5- Führung herausgeworfen. In der Folge ging jedoch mehr und mehr der Spielfaden verloren, was die GHC- Damen in einer neunminütigen Torflaute der Gäste zum 10:11- Anschluss (26.) nutzen konnten. Dennoch nahmen die Biederitzer durch die Doppelpacker Daniela Schottstedt und Nina Bublitz verdientermaßen eine 15:12- Führung mit in die Kabine.

In den zweiten dreißig Minuten kämpften sich die Gastgeber dann Schritt für Schritt heran und glichen folgerichtig nach 42 Minuten zum 19:19 aus. Bis zum 24:24 nach 52 Minuten wechselte dann die Führung, ehe sich die GHC- Damen durch Treffer von Lea Grothe und Angelina Lux (2) auf 27:24 nach 54 Minuten absetzen konnten, da bei den SVE- Frauen in den entscheidenen Phasen die nötige Durchschlagskraft und Konsequenz fehlte. Mit toller Moral kämpften sich die Biederitzer in Person von Daniela Schottstedt, Charlott Rosenau und Emilia Treffkorn wieder zum 27:27 zurück, ehe die Güsener Bank zur eingangs aufgeführten Auszeit bat.

„Mir geht es um einen fairen Ausgang der Partie, denn dafür investieren die Mädels Woche für Woche viel zu viel", resümierte Werkmeister mit dem nötigen Respekt und ließ besonders den Ärger über die bewusste Einflußnahme der Schiedsrichter erkennen.

Güsen: Softic - Kleber (2), Bodemann (2), Schwab (2), Mohneke (2/1), Ullmann (2/1), Reichhardt, Malek (1), Plötz, Lux (7/1), Grothe (7), Moderzinski (3)

Biederitz: Grunert - Dettmer, Rosenau (1), Bublitz (7/3), Druskus (2), Schottstedt (5), Daehre, Treffkorn (3/2), Bandey, Niemann (1), Hesse (7), Nolde (1), Stähr

 

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